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XXL Bibliothek

Unter den Rubriken "Allgemein", "Planung" und "Bauweise" haben wir unser Wissen und zahlreiche Aspekte der Dimension XXL als Fragen formuliert und diese ausführlich beantwortet.

Hierbei halten wir uns sehr eng an die Inhalte und Empfehlungen des "Merkblatt für die Planung und Ausführung von Verkehrsflächen mit großformatigen Pflastersteinen und Platten aus Beton".

Unser gesamtes Know-how und unsere Spezialkenntnisse geben wir gern mit unserem ausführlichen Technik-Handbuch "GroßformatPlattenTechnik" an Sie weiter. Sie können das Buch hier bestellen.

  Stichwort:
 
  • Allgemein

    Wann spricht man von großformatigen Platten ?

    Bei Platten mit einem Verhältnis Nennlänge/Nenndicke > 4, einem Verhältnis Nennbreite/Nennlänge ≥ 0,4, deren Nennlänge 600 mm überschreitet, aber 1250 mm nicht überschreitet. 

    Was ist der Unterschied zwischen Rastermaß, Nennmaß und Fugenmaß ?

    Das Rastermaß ist die Summe aus Nennmaß (Länge oder Breite des Elements) und Fugenmaß (2 x ½ Fugenbreite). Für Planer ist vor allem das Rastermaß interessant, weil sich damit z. B. die Größe von Flächen einfach bestimmen lässt. 

    Welche Maßabweichungen sind bei großformatigen Platten tolerierbar ?

    Zu den zulässigen Maßabweichungen geben die DIN EN 1338 (Steine aus Beton) und DIN EN 1339 (Platten aus Beton) genaue Angaben. Wichtig ist vor allem die Plattendicke, denn bei Großformaten lassen sich Höhenunterschiede nur minimal durch Abrütteln ausgleichen. Daher empfiehlt das SLG*-Merkblatt und das FGSV*-Merkblatt bei Platten eine Dickenabweichung von lediglich ± 2 mm statt ± 4 mm. Maßhaltiger sind nur kalibrierte Platten (± 1,5 mm).  

    * Betonverband Straße, Landschaft, Garten e.V.
    * Die Forschungsgesellschaft für Straßen- und Verkehrswesen

    Sind die XXL-Flächensysteme kombinierbar ?

    Ja, die Produktlinien sind bezüglich der Optik, Haptik und Technik (Verzahnungssystem) aufeinander abgestimmt oder können individuell angepasst werden.

    Bis zu welcher Größe werden Großformate produziert ?

    Im Grunde in jeder Größe, die auf den Straßen transportiert werden kann. Bei der Produktlinie MASSIMO sind Platten in den Abmessungen 2 x 3 m möglich, wobei wir die Elemente auch mit Bewehrung anfertigen.

    Wann spricht man von großformatigen Pflastersteinen ?

    Bei Pflastersteinen mit einem Verhältnis Nennlänge/Nenndicke ≤ 4, einem Verhältnis Nennbreite/Nennlänge ≥ 0,5, deren Nennlänge 320 mm überschreitet, aber 800 mm nicht überschreitet. 

    Warum haben XXL-Produkte eine erhöhte Biegzugfestigkeit ?

    Ein klares Qualitätsmerkmal für den Gebrauchswert unserer Großformate: Durch die Erhöhung der Biegzugfestigkeit von 5 auf bis zu 6 N/mm² (Abhängig vom Längen- / Breitenverhältnis) sind unsere Produkte insgesamt belastbarer und damit wertbeständiger.

  • Planung

    Für welche Belastungsklassen sind Großformate geeignet ?

    Grundsätzlich für Flächen mit Verkehrsbelastungen gemäß den Belastungsklassen Bk 0,3 - 3,2 nach den RStO12*. Dazu zählen z. B. repräsentative Stadtplätze und Fußgängerzonen mit Ladeverkehr sowie Wohnsammelstraßen oder Fuß- und Radwege. Die Geschwindigkeit sollte hier auf maximal 20 km/h begrenzt werden. Nicht für die Befestigung mit Großformaten geeignet sind Verkehrsflächen mit hohen dynamischen Beanspruchungen, z. B.  Hauptverkehrs- und Industriestraßen oder Flächen mit vergleichbaren Belastungen.

    * Richtlinien für die Standardisierung des Oberbaues von Verkehrsflächen

    Kann man Busverkehrsflächen mit Großformaten befestigen ?

    Laut der RStO* ja. Allerdings raten wir bei Verkehrsflächen mit sehr hohen dynamischen Belastungen davon ab, so auch bei Industriestraßen. Die tatsächlichen Belastungen werden oft unterschätzt, denn im Verkehrsalltag wird so gut wie jede befestigte Fläche früher oder später auch befahren. Eine vorausschauende Planung und sachgerechte Dimensionierung der Elemente ist daher angesagt!  

    * Richtlinien für die Standardisierung des Oberbaues von Verkehrsflächen
    • Dimensionierung

      Welchen Einfluss hat das Plattenformat auf die Bruchlast ?

      Je schlanker die Paltte, desto kleiner die Bruchlast. Mit dickeren Elementen lässt sich etwas dagegen steuern. Aber generell halten wir Platten mit einem Längen-Seiten-Verhältnis kleiner 0,4 für nicht geeignet unter Schwerverkehr. Die höchste Bruchlast weisen quadratische Platten auf.

      Wie lässt sich die Plattendicke sicher dimensionieren ?

      Das SLG*-Merkblatt wie auch das FGSV*-Merkblatt  für Großformate enthält Angaben, die sich auf Berechnungen und Erfahrungen stützen. Wir verwenden darüber hinaus ein relativ neues Rechenmodell, das an der TU Dresden entwickelt wurde. Hierbei werden die komplexen statischen und dynamischen Belastungen vollständig erfasst und auch mögliche Nutzungsänderungen mit steigendem Verkehrsausfkommen berücksichtigt. Daraus ergeben sich sehr verlässliche Angaben zur Plattendicke bezogen auf die objektrelevanten Belastungen und gewählte Plattengröße.

      * Betonverband Straße, Landschaft, Garten e.V.
      * Die Forschungsgesellschaft für Straßen- und Verkehrswesen

      Welcher Verband ist unter Verkehrsbelastung stabiler ?

      Verbände ohne durchlaufende Fugen wie beim Fischgrätverband oder Ellbogenverband. Läufer- und Reihenverbände sind stabiler, wenn sie diagonal zur Fahrtrichtung verlegt werden. Der Kreuzfugenverband eignet sich nicht für befahrene Verkehrsflächen. Vorteilhaft ist in jedem Fall eine stabile Randeinfassung, z. B. in Form von Bischofsmützen bei Fischgrät- oder Diagonalverlegung wie bei der XXL-Linie SCADA. Hohe punktförmige Lasten durch z. B. hydraulische Stützen von Schwerfahrzeugen fängt man mit Lastverteilungsplatten über zwei, besser vier Großformaten auf.

    • Verschiebesicherung

      Wann empfieht sich der Einsatz von Erdankern ?

      Der Erdanker wurde speziell für XXL-Beläge auf stark belasteten Flächenabschnitten entwickelt, z. B. Gefällestrecken mit scharfen Bremsvorgängen. Direkt an der Plattenflanke in die Bettung eingeschlagen, sichert der Erdanker zusätzlich die Lagestabilität der Großformate. Der Verschiebeschutz trägt die Bezeichnung VERSCHI 485/50.

      Wie funktioniert das Verzahnungssystem bei SCADA?

      Bewährte Verbundwirkung - Ob Stadtplatz oder Fußgängerzone - die Verkehrsflächen müssen für außerordentliche Belastungen gerüstet sein.

      Bei SCADA bilden fest angeformte Abstandhalter an den Flanken eine Rundum-Verzahnung mit hoher Verbundwirkung in der Fläche. Die Abstandhalter sind je nach Format im 4,0 cm- oder 5,0 cm-Raster versetzt angeordnet und nach der Fugenverfüllung nicht mehr sichtbar. Bei SCADA mit VZ4-System rastet die Verzahnung alle 4,0 cm ein, bei dem VZ5-System im Versatz von 5,0 cm.

      Horizontal- und Vertikallasten werden über die vollständig verfüllten Fugen und durch das ineinandergreifende Verzahnungssystem optimal von einer Platte zur anderen übertragen und so weiträumig über den Flächenbelag verteilt und abgeleitet.

      Für extrem belastete Verkehrsflächen kann eine zusätzliche Verschiebesicherung eingesetzt werden. Der Stahl-Erdanker VERSCHI 485/50 wird speziel für die Vermeidung/Verhinderung von dynamischen Verschiebebewegungen in exponierten Bereichen eingesetzt, zum Beispiel Gefällestrecken, Bushaltestellen, Kreuzungsbereiche mit häufigen Anfahr- und Bremsvorgängen, Wendeschleifen.

    • Grundlagen

      Straßenraumspezifische Ziele

      • soziale Aspekte einschließlich Barrierefreiheit
      • Straßenraumgestaltung
      • Umfeldverträglichkeit
      • Verkehrsablauf
      • Verkehrssicherheit
      • Wirtschaftlichkeit

      Straßenräumliche Situation

      • Begrenzung, Breite und Verlauf des Straßenraums
      • Straßenraumquerschnitte
      • Platzformen (Gebäudeanordnung, Bauweise, Gebäudekanten, historische Bedeutung)
      • angrenzende Freiflächen
      • ortstypische Elemente (Vorgärten, Treppen)
      • ortstypische Materialien und Verlegearten
      • markante Grünelemente

      Spezifische örtliche Situation

      • vorhandene Höhensituation, Gefälle
      • vorhandene Entwässerungssituation
      • Ver- und Entsorgungsleitungen
      • Versorgungs-, Straßenunterhaltungs- und Notdienstfahrzeuge (Müllabfuhr, Straßenreinigung,
        Schneeräumung, Feuerwehrzufahrten und -aufstellflächen)
      • Parkplatzflächen
      • Fahrradabstellflächen
      • Aufenthaltsflächen
      • Gehwege
      • Radwege

      Nutzungsansprüche (erkennbar)

      • Art und Maß der Umfeldnutzung
        (z.B. Wohngebäude, Anzahl Einwohner, Geschäftsbesatz, Geschossigkeit,
         verkehrserzeugende Betriebe,Parkbauten)
      • Art der Freiraumnutzung
      • Indikatoren für mögliche Veränderungen (z.B. Fassaden- u. Bauzustand, Modernisierungstätigkeit,
        Geschäftserweiterungen und -leerstände)

      Nutzungsansprüche (nicht erkennbar)

      • Wochenmärkte
      • besondere Einkaufsgewohnheiten
      • Schichtwechsel in nahe gelegenen Fabriken
      • Schulbeginn /- schluss
      • Liefern und Laden
      • generelle Entwicklungen

    • Oberflächenschutz

      Wie gleit- bzw. rutschsicher sind die Produkte der XXL-Linien ?

      Großformate mit geschliffenen und edelstahlkugelgestrahlten (finerro),  kugelgestrahlten (ferro) oder unbehandelten (linear/nativo) Oberflächen sind rutschsicher und gut begehbar. Für glattere Ausführungen wie pur (Sichtbeton-Optik) oder feingeschliffen (fino) sind ebenfalls entsprechende SRT-Werte oder R-Klassifizierungen für den bedarfsgerechten Einsatz hinterlegt. Der Rutschwiderstand kann zudem individuell angepasst werden.  

      Wie lassen sich Oberflächen gegen starke Verschmutzung schützen ?

      Mit DUROSAVE. Der neuartige Tiefenschutz, eine Spezialentwicklung für hochwertige Betonwerksteine, verhindert, dass Öle, Fette und andere Verunreinigungen mit dem Oberflächenwasser in das Betongefüge eindringen und störende Flecken hinterlassen. Produkte mit DUROSAVE halten den Schmutz an der Oberfläche, wo er leicht entfernt werden kann. Auch Kaugummi haftet nicht mehr derart hartnäckig an. Für den Tiefenschutz werden die gefügeoptimierten Betonwerksteine von innen (INTRA/DTI) dauerhaft versiegelt oder von innen und außen (EXTRA/DTE). Das Prinzip greift übrigens auch bei unseren Sonderelementen und Stadtmöbeln. 

      Was unterscheidet den Tiefenschutz INTRA von EXTRA ?

      Das Erscheinungsbild: INTRA/DTI konserviert die authentische Optik des veredelten Betonwerksteins. Bei EXTRA/DTE entsteht durch den zusätzlichen Außenschutz ein seidenmatter Glanz, der die Farbgebung des Belags zunächst verstärkt. Die Intensität nimmt im Zuge der Nutzung und Bewitterung ab.        

      Was ist bei der Verarbeitung von Großformaten mit Tiefenschutz zu beachten ?

      Produkte vom Typ DTE sind vor der Verlegung sicher gegen Stoß, Reibung und Nässe zu schützen. Bei Schneidarbeiten (Nassschneider/Flex) muss darauf geachtet werden, dass Betonstaub sofort mit klarem Wasser entfernt wird (vornässen). Weitere Empfehlungen erhalten Sie mit den Produkten.    

      Welches Winterstreumittel empflieht sich bei Belägen mit Tiefenschutz ?

      Streusalz, gemeint ist Natriumchlorid, beeinträchtigt den Tiefenschutz in der Regel nicht. Maßhalten ist jedoch angezeigt, da aggressive Salzlaugen auf Dauer auch Beton angreifen. Beläge mit DTE-Produkten werden am besten mit Streusand abgestumpft, da splittiges Material Kratzer verursachen kann.          

  • Bauweise

    Was versteht man unter Regelbauweise ?

    Gemeint ist die ungebundene Bauweise, nach der Pflasterbeläge üblicherweise gebaut werden. Der Vorteil gegenüber der gebundenen Bauweise liegt in der elastischen Verformbarkeit und dynamischen Belastungen. Die Konstruktion ist zudem unempfindlicher gegenüber thermischen Spannungen und Frostschäden. Hierfür sind die einzelnen Schichten ausreichend wasserdurchlässig anzulegen, sprich frostsicher.

    Wie lassen sich am besten gleichmäßige Fugenbreiten herstellen ?

    Mit sogenannten Fugeneisen, die im Zuge der Verlegung einfach an den vordersten Platten angelegt werden. Sie schützen gleichzeitig die Kanten und verhindern, dass die Platten knirsch verlegt werden. Übrigens, wir verleihen Fugeneisen.

    Wie breit müssen die Fugen sein ?

    Bewährt haben sich Fugenbreiten von 5 bis 8 mm. Auch geringere Fugenbreiten von 3-5 mm bei Plattendicken bis zu 120 mm sowie 5-8 mm bei Dicken > 120 mm sind möglich und entsprechen den technischen Regelwerken. Zudem nennt das SLG*-Merkblatt Fugenbreiten von 8-12 mm bei Dicken > 14 mm. Größere Breiten sollten jedoch nicht angestrebt werden. Denn damit steigt die Gefahr, dass die Fugen nicht ordnungsgemäß verfüllt werden und so deren wichtige Funktion beeinträchtigt wird. 

    * Betonverband Straße, Landschaft, Garten e.V.

    Mit welchem Material werden die Fugen verfüllt ?

    Geeignet sind kornabgestufte Gesteinskörnungen oder Gesteinkörnungsgemische mit begrenztem Feinkornanteil. Unsere Empfehlung für SCADA: 0-3 mm. Dabei darf das Fugenmaterial nicht in das Bettungsmaterial abwandern (Filterstabilität). Der Fugenschluss im oberen Bereich (ca. 5 bis 10 mm) wird mit Edelbrechsand eingeschlämmt. Bei hochsaugender Flächenreinigung kann man die Fugen auch mit kunstharzgebundenem Mörtel als Fugenschluss sichern.

    Brauchen Großformate besondere Tragschichten ?

    Nein, es gilt die Ausführung nach den jeweiligen Technischen Regeln. Experten raten aber, die Tragschicht bei Verkehrsflächen mit Schwerlasten besonders steif, d. h. verformungsarm auszubilden. Zudem sollte die Oberfläche zur Bettung sehr eben sein, um eine möglichst gleichmäßig dünne Bettungsdicke zu erreichen.

    Welches Material in welcher Dicke verwendet man für die Bettung ?

    Wir empfehlen je nach Fugenbreite Hartgestein-Edelsplittkörnungen 0-4, 0-5 oder 0-8 mm. Die Gesteinkörnungen sollten eine hohe Festigkeit aufweisen. Andernfalls können sich Feinanteile bilden, welche die erforderliche Wasserdurchlässigkeit behindern. Die Dicke der Bettung beträgt 20 - 40 mm (im Mittel 30 cm) im verdichteten Zustand.

    Aus welchen Schichten besteht ein frostsicherer Oberbau ?

    In der Regel bei F1-Boden (nicht frostempfindlich) aus Pflasterdecke - d. h. Stein bzw. Platte, Fuge und Bettung - und Tragschicht. Bei F2- oder F3-Boden (gering bis sehr frostempfindlich) zusätzlich mit Frostschutzschicht.

    Wie kann die Lagestabilität des Belags optimiert werden ?

    Unsere XXL-Linie verfügt über ein effientes Verzahnungssytem, das sich seit mehr als 15 Jahren bewährt. Die Verzahnungen sind je nach Format im 40 mm-Raster (VZ4) oder 50 mm-Raster (VZ5) an den Flanken angeformt und nach dem Verfugen nicht sichtbar. Das Verzahnungssytem erzeugt eine hohe Verbundwirkung, wobei der gesamte Flächenbelag zur Abtragung dynamischer Belastungen herangezogen wird. Für extrem belastete Teilstrecken stehen außerdem Erdanker zur Verfügung.

    Wie werden XXL-Beläge entwässert ?

    Möglichst linienförmig bei einer Mindest-Querneigung von ca. 2,0 %. Ist dies nicht durchführbar, muss eine ausreichende Entwässerung durch die Schrägneigung erfolgen.

    Was ist vor und nach der Freigabe der Verkehrsfläche zu beachten ?

    Vor der Freigabe sollte der fertig verfugte Belag einige Tage abtrocknen. Danach wird überschüssiges Fugenmaterial entfernt, jedoch ohne Saugtechnik. In den ersten Monaten der Nutzung ist auf vollständige verfüllte Fugen zu achten, ggf. muss nachverfugt werden. Hochsaugende Kehrtechnik sollte erst nach einem Jahr angewendet werden.

    Was versteht man unter Kalibrieren ?

    Das werkseitige Fräsen der Großformate von der Unterseite her auf exakt einheitliche Dicken. Die Maßabweichung beträgt nur noch max. ± 1,5 mm, das SLG*-Merkblatt wie auch das FGSV*-Merkblatt empiehlt ± 2 mm. Das Kalibrieren sorgt am Ende für die perfekte Ebenheit des Belags.

    * Betonverband Straße, Landschaft, Garten e.V.
    * Die Forschungsgesellschaft für Straßen- und Verkehrswesen
    • Großformate verlegen

      Worauf ist bei der Verlegung mit Hebegeräten zu achten ?

      Zunächst auf die richtige Vakuumhebetechnik. Wichtig ist nicht nur der erzeugte Unterdruck, sondern auch die abtransportierte Luftmenge. Und die muss größer sein als die Luft, die durch den Betonwerkstoff in die Saugplatte einströmt (Permanentsauger). Die Großformate sind stets waagerecht abzulegen, leichte Korrekturen können mit dem Gummihammer erfolgen. Falls Fugeneisen verwendet werden, sollten diese erst nach der Fugenverfüllung entfernt werden.

      Warum darf man Pflastersteine und Platten niemals knirsch verlegen ?

      Weil dann keine vollständige Fugenverfüllung erfolgen kann. Die ist jedoch zwingend erforderlich, damit der Belag die hohen Kräfte aufnehmen kann und dauerhaft intakt bleibt. Wenn die Fugen versagen, sind Verschiebungen und eventuell weitere Schäden vorprogrammiert. Lassen Sie also Platz für Fugenmaterial, so auch im Bereich der Verzahnungen.

      Wie wird das Bettungsmaterial eingebracht ?

      Gleichmäßig gemischt und durchfeuchtet, am besten mittels Fertiger mit Rüttelbohle. Für die Vordichtung können Sie auch geeignete Rüttler verwenden. Anschließend wird die Bettung höhen- und profilgerecht abgezogen. Dabei muss die Querneigung der Oberfläche der geforderten Querneigung der Belagsoberfläche entsprechen. Achtung: Die Bettung darf nach dem Abziehen nicht mehr betreten werden!   

       

      Wie werden Großformate verlegt ?

      Aufgrund der zum Teil tonnenschweren Gewichte kommen nur Vakuum-Hebegeräten infrage, wobei die richtige Hebetechnik zählt. Bei der Verlegung auf der Bettung ist besonders darauf zu achten, dass die Elemente eben und vollflächig abgelegt werden. Für die Einhaltung der Fugenbreiten und eines ordentlichen Fugenbildes empfehlen wir Fugeneisen. Verlegt wird immer vom bereits fertiggestellten Belag, die vorbereitete Bettung ist absolut tabu!

      Wie werden die Fugen hergestellt?

      Die Fugen sind für die Stabilität des Belags enorm wichtig und daher besonders sorgfältig auszuführen. Sie müssen vollständig verfüllt werden, und das erfordert trockenes Füllmaterial. Breiten Sie also feuchtes Material zunächst zum Trocknen aus. Nach dem Verlegen eines Abschnitts werden die Fugen durch Einfegen kontinuierlich verfüllt. Für eine höhere Verdichtung empfiehlt es sich, das Füllmaterial lagenweise zu stopfen, zum Beispiel mit einer Stahl- oder Aluschiene. Anschließend darf der frisch verfugte Belag zunächst für weitere Verlegearbeiten mit Hebetechnik belastet werden.   

      Wie wird die Fläche abgerüttelt?

      Entfernen Sie zunächst überschüssiges Fugenmaterial. Für das Abrütteln von Großformaten haben sich Vibrationsrüttler zwischen 300 und 400 Kilogramm mit Walzenaufsatz bewährt. Dabei bewirkt die Vibration, dass das Fugenmaterial nach unten sackt – eventuelle Höhendifferenzen lassen sich bei XXL-Belägen durch Abrütteln übrigens kaum oder gar nicht ausgleichen. Der Walzenaufsatz wird als Zusatzteil angeboten und bietet zwei Vorteile: Er dämpft die auftretenden Schubkräfte beim Abrütteln und schützt die Oberfläche vor Beschädigungen.  

      Wird andere Rütteltechnik eingesetzt, so muss der Belag durch eine Zwischenlage zum Beispiel aus Holzplatten oder Kunststoffschürzen geschützt werden. Sollte entgegen unseren Empfehlungen feuchtes Fugenmaterial eingebracht worden sein, zum Beispiel durch Einschlämmen, sollte es zunächst abtrocknen, ggf. muss nachverfugt werden. Die gilt auch für den Regelfall, dass sich das Fugenmaterial nach dem Abrütteln setzt.

      Was eignet sich als Fugenschluss?

      Ein Edelbrechsand nach TL Gestein-StB. Das Material kann nach dem zweiten Abrütteln für den Fugenschluss eingesetzt werden. Dabei werden die letzten 5 bis maximal 10 mm der Fuge zugeschlämmt. Das Material kann jedoch Verfärbungen hervorrufen und sollte deshalb vor dem großflächigen Einsatz geprüft werden.
      Darüber hinaus kann etwas überschüssiges Fugenmaterial auf der Fläche  verbleiben. Dieses wird im Zuge der Nutzung in die Fuge eingetragen und verfestigt sich.     

      Ist eine Randeinfassung sinnvoll?

      Ja. Insbesondere bei Verkehrsflächen mit höheren Belastungen verhindert eine Randeinfassung, dass die Pflastersteine oder Platten zu den Seiten ausweichen. Verwendet werden in der Regel Hochborde, Tiefborde, Flach- oder Rundborde, sie erhalten jeweils ein Fundament mit Rückenstütze. Dabei gelten für übergeordnete Verkehrsflächen höhere Anforderungen als für untergeordnete Flächen, zum Beispiel breitere Rückenstützen. Bei der Kombination mit Entwässerungsrinnen sind Bewegungsfugen erforderlich.

      Wie kann man den Randanschluss gestalten?

      Für gerade, runde oder schräge Kanten zum Beispiel mit exakten Passstücken ab Werk, die bereits in der Planungsphase berücksichtigt werden. Hierzu zählen auch größere handgefertigte Sonderelemente mit Scheinfugen. Oder die Platten werden vor Ort zugeschnitten, am besten von einer Fachfirma. Dabei sollte grundsätzlich das Nassschnitt-Verfahren angewendet werden. Wichtig ist, dass die Passstücke nicht zu klein oder zu spitzwinklig ausfallen. Zudem können die Lücken auch ausgepflastert werden.

      Wie lassen sich Anschlüsse zum Beispiel an Lichtmasten herstellen?

      Hierfür bieten sich mehrere Möglichkeiten an: Die Platten werden im Nassschnitt-Verfahren passend zugeschnitten – dabei erzielt man mit einer spezialisierten Firma in der Regel ein besseres Ergebnis. Nach Maß gefertigte Sonderbauteile sind ebenfalls eine saubere Lösung. Für kleinere Elemente wie etwa Pfosten eignet sich der Kronenbohrer. Die Fugen zwischen hohen Einbauten und Passstücken sollten flexibel bzw. spannungsfrei ausgeführt werden, um Kantenabplatzungen an den Platten zu vermeiden. Alternativ zum Schneiden oder Bohren kann man die Einbauten auch umpflastern oder mit einer Manschette verkleiden.  

      Was ist bei Entwässerungsrinnen zu beachten

      Sie werden stets vor der Flächenbefestigung hergestellt, sie benötigen ein Betonfundament und als Randeinfassung zudem eine Rückenstütze. Die Längsneigung beträgt mindestens 0,5 %. Des Weiteren sind Bewegungsfugen erforderlich, und zwar im Abstand von höchstens 12 m, bei befahrenen Rinnen von 4 bis 6 m. Ist die Entwässerungsrinne Teil einer Randeinfassung, sind die Bewegungsfugen auch durchgehend durch die Randeinfassung anzuordnen.
      Bezüglich der Ebenheit darf die Abweichung maximal 5 mm laut DIN 18318 betragen. Gemessen wird wie bei der Pflasterdecke mit 4-m-Richtlatte und Messkeil.   

      Was ist bei der Kombination von Großformaten mit anderem Steinmaterial zu beachten?

      Um eine gleichmäßige Lastabtragung sicherzustellen, müssen beide Materialien mit gleicher Einbindetiefe eingebaut werden. Ein Dickenausgleich über die Bettung verbietet sich, denn die Folge wäre ein stärkeres Setzen des unterfütterten Materials mit entsprechendem Schadensbild. Beim Anschluss von Großformaten an Natursteinpflaster sollte zudem zunächst ein Schutzstreifen aus elastischem Material zum Pflaster gelegt werden, so werden die Plattenkanten nicht beschädigt. Der Streifen wird nach den Verlegearbeiten entfernt und die Fuge verfüllt.